Transithandel: Die Ware ist unterwegs, der Handel läuft in Istanbul.
Im Transithandel wird eine Ware in einem Land gekauft und ohne Einfuhr in die Türkei direkt an einen Käufer in einem Drittland verkauft. Für Lebensmittel und Agrarprodukte steuern wir dieses Modell von Anfang bis Ende.
- FOB
- CFR
- CIF
- FCA
- CPT
- DAP
Wie funktioniert es?
Das Modell besteht aus drei Parteien: Erzeuger oder Exporteur (Ursprungsland), BOHEM (Istanbul) und Käufer (Bestimmungsland). Wir kaufen beim Erzeuger und verkaufen an den Käufer. Es gibt zwei getrennte Verträge, die aufeinander abgestimmt werden.
Die Ware wird im Ursprungshafen auf ein Schiff oder Fahrzeug verladen und geht direkt zum Bestimmungshafen. Sie durchläuft nicht den türkischen Zoll. Die Dokumente laufen in der Regel über uns: Den Dokumentensatz des Lieferanten bringen wir in die Form, die Käufer und Bank verlangen, und übergeben ihn fristgerecht.
In der Türkei ist der Transithandel eine in den einschlägigen Vorschriften definierte Form des Außenhandels. Zahlungs- und Dokumentenprozesse laufen nachvollziehbar über Banken.
Was bringt es dem Käufer?
Breitere Bezugsbasis
Sie sind nicht vom Angebot eines einzigen Landes abhängig; je nach Saison und Preis kann die Ware aus verschiedenen Ursprüngen kommen.
Kürzerer Weg
Die Ware kommt vom günstigsten Hafen direkt zu Ihnen. Es gibt keinen Zwischenumschlag und keine Zwischenlagerung.
Ein Vertrag
Statt mit mehreren Lieferanten einzeln zu verhandeln, arbeiten Sie mit einem Ansprechpartner.
Sicherheit bei Dokumenten
Die Dokumente werden vor der Verladung geprüft; das Risiko von Unstimmigkeiten sinkt.
Der Unterschied zum klassischen Import und Export
| Kriterium | Import, dann Export | Transithandel |
|---|---|---|
| Weg der Ware | Ursprung, Türkei, Ziel | Ursprung, Ziel |
| Zollabfertigung | Ein- und Ausfuhr in der Türkei | Keine in der Türkei |
| Lagerung und Umschlag | Zusätzliches Lager und Umschlag | Nicht erforderlich |
| Dauer | Länger | Kürzer |
| Dokumentenfluss | Zwei getrennte Sätze | Zwei abgestimmte Sätze in einer Mappe |
Incoterms 2020
Lieferbedingungen
- FOBFree on BoardFOB
Die Ware liegt in der Verantwortung des Verkäufers, bis sie im Ursprungshafen an Bord verladen ist. Die Fracht organisiert der Käufer.
- CFRCost and FreightCFR
Die Fracht trägt der Verkäufer, die Gefahr geht im Verladehafen über. Häufig bei Lebensmitteln als Schüttgut und im Container.
- CIFCost, Insurance and FreightCIF
Wie CFR, zusätzlich schließt der Verkäufer die Seeversicherung ab.
- FCAFree CarrierFCA
Die Gefahr geht mit der Übergabe an den Frachtführer des Käufers über. Geeignet für Straßen- und Containertransport.
- CPTCarriage Paid ToCPT
Die Transportkosten trägt der Verkäufer, die Gefahr geht mit der Übergabe an den ersten Frachtführer über. Üblich im Straßenverkehr.
- DAPDelivered at PlaceDAP
Die Ware wird entladebereit am vom Käufer benannten Ort geliefert. Zölle und Einfuhrabgaben trägt der Käufer.
Die Lieferbedingungen werden nach den Incoterms 2020 im Vertrag festgelegt. Welche Klausel passt, bestimmen wir gemeinsam anhand von Produkt, Route und Zahlungsart.
Zahlungsarten
Akkreditiv (L/C)
Die Bank garantiert die Zahlung, sobald die Dokumente akkreditivkonform vorgelegt werden. Bei neuen Geschäftsbeziehungen der sicherste Weg.
Dokumente gegen Zahlung (CAD)
Die Dokumente werden dem Käufer über die Bank gegen Zahlung ausgehändigt.
Vorauszahlung und Teilvorauszahlung
Anzahlung bei Auftragsbestätigung, der Rest gegen Dokumente. Bevorzugt in langjährigen Geschäftsbeziehungen.
Sie haben eine Spezifikation?
Nennen Sie uns Produkt, Menge und Bestimmungshafen. Wir prüfen Ihre Anfrage und melden uns mit der passenden Bezugsquelle und Lieferbedingung.

